Am Abend des 23. Oktober 1921 wurde die Wehr alarmiert. Es brannte die Scheune des Kätners August Dunkelmann. Durch tatkräftiges Eingreifen konnte das Wohnhaus gerettet werden.

 
  Besonders erwähnenswert ist auch der Einsatzbericht vom Brand dem Holmmoores am 24. Juni 1922 nachmittags um 2.00 Uhr. Bei größter Sommerhitze brannte das Holmmoor. Das Feuer gewann so an Ausdehnung, dass Gefahr für den Rantzauer Forst bestand. Im Bericht heißt es darüber: "Nach dem gegebenem Alarm stand es traurig um den Einsatz, denn etliche Kameraden waren nicht zu Hause und einige fanden es nicht für nötig, bei einem Heidebrand auszurücken. Aber die wenigen Wehrmänner, die ausgerückt waren, haben an diesem Tage unter Führung des stellv. Hauptmannes Hagen Großartiges geleistet und Millionenwerte des staatlichen Forstes vor der Vernichtung gerettet. Später wurden sie noch von der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh unterstützt. Gegen 7.00 Uhr abends war das Feuer soweit gelöscht, dass die Wehren unter Zurücklassung einer Brandwache einrücken konnten."

  Die größte Arbeit und Opferwilligkeit zeigte bei dem Einsatz der Kamerad Wilhelm Lüdemann. Er sollte allen Kameraden ein Ansporn sein. Im Protokoll vom 8. Oktober 1922 erfahren wird dazu: "Am 11. September des Jahres wurden der Wehr von der Preuß. Regierung in Schleswig-Holstein 1.500 Mark als Belohnung für das Verhalten und die geleistete Arbeit bei dem Heidebrand im Juni des Jahres überweisen und dem Landmann Wilhelm Lüdemann eine öffentliche Belobigung ausgesprochen."

1922: Feuer im Holmmoor

  Weiter liest man aus dieser Zeit, dass die Wehr trotz der Inflation das 25jährige Stiftungsfest im größeren Umfang zu feiern beabsichtigte. Man beschloss, das Fest am 3. Juni 1923 zu feiern. Das Eintrittsgeld betrug für Damen auf 1.000 Mark und für die Herren auf 1.500 Mark. Das Stiftungsfest hatte einen sehr guten Verlauf. Erschienen waren auch die Wehr aus Quickborn und eine Abordnung aus Glashütte. Nach dem Festumzug wurde im Lokal von Ellerbrock mit einer Ansprache des Kameraden Hagen der "Bierkommers" eröffnet. Hierauf wurden vom Hauptmann der Quickborner Wehr, Kamerad Peemöller, als Stellvertreter des Ortsbrandmeisters, die verdienten Abzechen für 25jährige Mitgliedschaft verteilt. Das Ehrenzeichen des Preußischen Landesfeuerwehrverbandes erhielten:

  Hinrich Hake, Joachim Bahde, Hinrich Lutter, Johs. Schatzschneider, Willy Lüdemann. Danach wurde der "Bierkommers" geschlossen und man ging zum öffentlichen Tanzvergnügen über. Die Musik lieferte Stapelfeld aus Glashütte.

  Wie sehr die Inflation sich bemerkbar machte, geht aus dem Bericht der Generalversammlung am 4. November 1923 hervor. Zu dem Tagesordnungspunkt 1 "Beiträge und Strafgelder" wurden die Beiträge pro Mitglied auf 1 Million Mark festgelegt! Strafgelder sollten bis auf weiteres nicht erhoben werden. An Mitgliedsbeiträgen konnte der Kassierer 29 Millionen einnehmen.

25jähriges Jubiläum und die Inflation

  Am 13. Juli 1924 veranstaltete die Wehr eine Sommerausfahrt mit Pferd und Wagen. Die Gespanne wurden gefahren von den Kameraden W.Lüdemann, J. Bahde, W. Bahde, H. Lüdemann, J. Schatzschneider, C. Dedler, W. Harms, Fr. Wülfken. Die Ausfahrt verlief bei herrlichem Wetter. Man fuhr über Henstedt, Wakendorf, Nahe, Itzstedt, Oering, Kisdorfer Wohld, Kisdorf, bis nach Ulzburg, wo man das dort stattfindende Kreisfeuerwehrfest besuchte.

  Am 2. März 1925 brannte das Anwesen des Kameraden A. Bauer. Wegen Wassermangels konnte wenig gerettet werden, da zunächst keine Wasserwagen zur Verfügung standen. Erst nach längerer Zeit gelang es dem Gemeindevorsteher, bei den Herren Piening und Ellerbrock welche zu bekommen. Das Feuer konnte daraufhin unter Mithilfe der Harksheider Wehr gelöscht werden.

  Am 7. März abends 20.00 Uhr wurde abermals alarmiert. Es brannte die Bilsener Mühle.

Juli 1924: Ausfahrt mit Pferd und Wagen



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